Moscow Priorisierungsmethode

Allzu oft kommt es in Projekten vor, dass mehr Wünsche als Budget da ist. Die meisten Projekte haben schlichtweg nicht das Geld, die Zeit oder Ressourcen, um alles zu liefern, was von den Anwendern gewünscht wird.

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Daher müssen die Anforderungen priorisiert werden. Dabei versucht man, möglichst viel von dem zu liefern, wofür es eine valide wirtschaftliche Rechtfertigung gibt. Fehlt diese, sollte die Anforderung nicht umgesetzt werden.

Die MoSCoW Methode hilft, die vorliegende Anforderungen zu kategorisieren. 

MoSCoW steht für:

  • Must have 
  • Should have
  • Could have
  • Won’t have

Dabei werden nur die Dinge, die als „must have“ identifiziert wurden, garantiert vom Projekt geliefert. Neben den Anforderungen kann die MoSCoW Methode auch eingesetzt werden, um mögliche Probleme oder Änderungen (Change Requests) zu priorisieren. Nachfolgend erkläre ich die Definition der einzelnen Kategorien.

Must have – die Anforderung ist  wesentlich und kritisch für die wirtschaftliche Rechtfertigung des Projekts. Dazu gehört auch die Nichterfüllung einer gesetzlichen Richtlinie. Wenn die wirtschaftliche Rechtfertigung für das Projekt auch ohne diese Anforderung aufrecht erhalten werden kann, selbst wenn dies unerwünschte Workarounds mit sich bringen würde, dann handelt es sich bei der Anforderung um kein „Must-Have“.

Should have – darunter fallen Anforderungen, die zwar wichtig, aber nicht kritisch für die wirtschaftliche Rechtfertigung des Projekts sind. Allerdings würde ihr Fehlen die Rechtfertigung des Projekts erheblich schwächen.

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Could have – sind Anforderungen, die für die wirtschaftliche Rechtfertigung des Projekts nützlich, aber nicht kritisch sind. Ihr Fehlen schwächt die wirtschaftliche Rechtfertigung nicht.

In der Praxis kann die Unterscheidung zwischen „should have“ und „could have“ schwer fallen. Folgende Faktoren können bei der Eingliederung helfen:

  • dem Grad der Auswirkung auf die wirtschaftliche Rechtfertigung. Zum Beispiel könnte eine Anforderung als „should have“ gelten, wenn diese mehr als einen Prozent Einfluss auf den Nutzen hat
  • eine Bewertung der tatsächlichen oder wahrgenommenen Auswirkungen, wenn die Anforderung nicht erfüllt wird. Zum Beispiel könnte die Richtlinie „keine manuellen Workarounds“ den Unterschied zwischen „should have“ und „could have“ bestimmen.

Won’t have –  sind Anforderungen, die berücksichtigt wurden, aber nicht geliefert werden. Auf den ersten Blick mag es seltsam erscheinen, dass Anforderungen aufgenommen werden, die nicht vom Projekt geliefert werden. Dabei ist es sehr wertvoll, da es eine formelle Vereinbarung darstellt, etwas nicht zu liefern. Diese dient als Erinnerung, dass etwas bewusst ausgeschlossen wurde und hilft dabei, eine spätere Wiedereinführung derselben Anforderung zu vermeiden. Eine klare Definition von In Scope und Out Of Scope Deliverables bildet die Grundlage von jedem erfolgreichen Projekt.

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Quellen und weiterführende Literatur: Managing Successful Projects with PRINCE2

Bildquelle: Pexels, CC0 License

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