Hinzulesen von Feldern in einer Transformationsroutine

Häufig ist es nötig bestimmte Felder zu lesen die an einer anderen Stelle in BW verfügbar sind. So kann man zum Beispiel Belegpositionen um Informationen aus dem Belegkopf anreichern, um diese physisch zusammenzuführen. Oft werden auch Stammdatenattribute aus einem InfoObject nachgelesen. Dies geschieht in so genannten Transformationsroutinen.

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Zwar bietet SAP von Haus aus eine Möglichkeit Stammdaten nachzulesen, allerdings können Sie die Performance steigern, wenn Sie die Routinen selbst programmieren. Generell gibt es vier Stellen um das entsprechende Coding anzubringen:

  • Startroutine – die Startroutine wird vor den Einzelroutinen (und ggf. Aggregation) ausgeführt. In der Startroutine haben Sie den Zugriff auf die Eingangstruktur der Daten SOURCE_PACKAGE, jedoch nicht auf die Zielstruktur RESULT_PACKAGE. Das heißt, dass Sie die Felder, die nicht in der Quelle enthalten sind, nicht direkt updaten können. Allerdings können Sie über eine InfoSource bereits alle Zielfelder in die Struktur aufnehmen. So können Sie auch auf Zielfelder in der Startroutine zugreifen.
  • Einzelroutine – in der Transformation können Sie für jedes Feld Coding hinterlegen. Diese Routine wird für jeden Datensatz aufgerufen, daher sollten Sie hier keine direkten Datenbankzugriffe ausführen. Bei komplexeren Logiken mit mehreren Feldern empfiehlt es sich, die Start- oder die Endroutine zu nutzen.
  • Endroutine – die Endroutine wird nach den Einzelroutinen (und ggf. Aggregation) ausgeführt. Nun haben Sie Zugriff auf die Zielstruktur RESULT_PACKAGE. Allerdings können Sie nun die Eingangstruktur nicht mehr verändern.
  • Expertenroutine – hier haben Sie Zugriff sowohl auf die Eingangstruktur der Daten SOURCE_PACKAGE als auch auf die Zielstruktur RESULT_PACKAGE. Allerdings müssen Sie sich in der Eigenentwicklung um alles selbst kümmern, zum Beispiel um das Aggregationsverhalten. Die grafische Zuordnung von Feldern entfällt.

Es empfiehlt sich, die Daten zuerst in der Startroutine möglichst schlank in eine interne Tabelle zu laden und danach in der Einzelroutine bzw. Endroutine auszulesen. Anbei ein Beispiel für das Hinzulesen des Erfassungsdatums einer Faktura.
Zuerst wird die Struktur und die interne Tabelle im globalen Deklarationsteil der Startroutine definiert. (Bei kleineren Quelltabellen können Sie auch direkt eine Tabelle des jeweiligen Typs anlegen. Der Performancevorteil, der durch eine schlankere Struktur entsteht, geht bei kleineren Quelltabellen durch das Anlegen dieser und das befüllen mit ausgewählten Daten verloren.) Um die Performance weiter zu steigern, können Sie die interne Tabelle buffern.


    TYPES:
    BEGIN OF tyt_invoice_item,
      bill_num TYPE /bi0/oibill_num,
      bill_item TYPE /bi0/oibill_item,
      createdon TYPE /bi0/oicreatedon,
    END OF tyt_invoice_item.

    DATA:
          ls_invoice_item TYPE tyt_invoice_item,
          lt_invoice_item TYPE
          HASHED TABLE OF tyt_invoice_item
          WITH UNIQUE KEY bill_num bill_item.

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In der eigentlichen Startroutine prüfen wir ob das SOURCE_PACKAGE Daten enthält und ob unsere interne Tabelle schon gefüllt ist. Danach füllen wir die interne Tabelle mit den Daten aus der aktiven Tabelle des DSOs.


    DESCRIBE TABLE source_package.
    IF sy-tfill > 0 AND lt_invoice_item[] IS INITIAL.
      SELECT bill_num
        bill_item
        createdon
        FROM /bic/a{DSO Name}00
        INTO TABLE lt_invoice_item
        FOR ALL ENTRIES IN source_package
        WHERE bill_num = source_package-bill_num
        AND bill_item = source_package-bill_item.
    ENDIF.

In der Einzelroutine lesen wir unsere interne Tabelle und schreiben die Werte fort.


    READ TABLE lt_invoice_item
    WITH TABLE KEY
    bill_num = source_fields-bill_num
    bill_item = source_fields-bill_item
    INTO ls_invoice_item.
    IF sy-subrc = 0.
      result = ls_invoice_item-createdon.
    ELSE.
      CLEAR result.
    ENDIF.

Weitere Beispiele für Transformationroutinen.

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