Organisation des Datenladens

Organisation des Datenladens
Organisation des Datenladens
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Die Organisation des Datenladens bewegt sich in einem Spannungsfeld aus technischen Anforderungen (Reihenfolge), der zu erzielenden Stabilität (Vermeiden von Ladeabbrüchen und Sperrsituationen), den Kosten (maximale Automatisierung) und der Performance (Parallelisierung).

Bevor Sie sich an den Aufbau von Prozessketten machen, sollten Sie zunächst die folgenden Ausgangsfragen beantworten:

  • Wie häufig kommt das Szenario vor? Wird es einmalig (ad hoc) oder periodisch durchgeführt? So wird z.B. die Initialisierung eines Ladeverfahrens wird einmalig durchgeführt und unterliegt einer speziellen Reihenfolge. Der Mehrwert einer Prozesskette ist hier relativ gering.
  • Wie ist es um die Datenqualität bestellt? Ist eventuell eine Manuelle Nachverarbeitung notwendig?
  • Ist ein häufiges Reparieren oder Neuladen notwendig, da die Datenqualität im Quellsystem unzureichend ist?
  • Ist die Verfügbarkeit der Daten im Quellsystem vorhersehbar?
  • Wem „gehören“ die Daten?
  • Wer ist für die Korrektheit und Verfügbarkeit der Daten im Quellsystem verantwortlich?
  • Wie ist die Supportorganisation aufgebaut?
  • Wer überwacht die Prozessketten – das Basisteam oder das BI-Team?
  • Wer ist für die erfolgreiche Abarbeitung der Prozessketten und die Verfügbarkeit von Daten in SAP BI verantwortlich?
  • Wer kommuniziert eventuelle Probleme gegenüber den Endanwendern?

Im Projektprozess sollten Sie zudem folgende Regeln erarbeiten:

  • Richtlinien zur Erstellung und zum Betrieb von Prozessketten
  • Namenskonventionen für Prozessketten
  • Transport von Prozessketten (verlinken zu Prozessketten)
  • Designkriterien für Datenladeprozesse (viele kleinere mit einer Metakette oder sehr große Prozesskettennetze)
  • Administrationsprozesse (wer ist zuständig zu welchem Zeitpunkt)
  • Informationen über notwendigen Vorgängerjobs und Verfügbarkeit der Daten in den Quellsystemen
  • Gewünschter Zeitpunkt für die Verfügbarkeit von Daten (Fachbereich)
  • Festlegen von Zeitfenstern für den Lauf von Prozessketten
  • Festlegen von Abhängigkeiten und Prioritäten
  • Klärung, ob bestimmte Prozesse erst gestartet werden können, wenn Vorgängerprozesse gelaufen sind, oder ob ein (temporärer) Abbruch im weiteren Verlauf der Prozesskette ignoriert werden kann.

Je nach Größe des BI-Systems kann Parallelisierung oder Vermeidung von Sperren als die größte Herausforderung in der Prozesskettenmodellierung gesehen werden.

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Quellen und weiterführende Literatur:
Michael Staade, Bernd Schüler (2007): SAP BI Projektmanagement, Bonn

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Denis Reis ist Business Intelligence Consultant bei Dahlbeer und gibt als Buchautor sein Wissen rund um den SAP Projektalltag weiter. Des Weiteren unterrichtet er Projektmanagement und Controlling an der Wiesbaden Business School. Der aus Düsseldorf stammende Familienmensch zählt zu denjenigen, die auf komplizierte Darstellungen verzichten und das Ganze auf den Punkt bringen.

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